Was passiert ist
In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober 2026 brachten Angreifer Kühl- und Tiefkühlanlagen in Supermärkten auf gefährlich hohe Temperaturen. Der Schwerpunkt lag in Frankreich, betroffen waren aber auch Händler in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Portugal und Spanien. Die Angaben zur Zahl der Märkte schwanken zwischen rund 350 und 700.
Der Trick war simpel: Die Abtaufunktion lief dauerhaft. Berichten zufolge wurden einzelne Anlagen auf bis zu 50 °C gestellt.
Warum es funktioniert hat
Laut CERT-FR waren Geräte der Danfoss-Reihen AK-SM und AK-SC betroffen, deren Verwaltungsoberfläche direkt aus dem Internet erreichbar war. Danfoss erklärte, die meisten betroffenen Systeme seien ältere Produkte, die keine Software- oder Sicherheitsupdates mehr erhalten.
Was das für Ihr Werk bedeutet
Gebäudetechnik, Kälte, Druckluft, Ladeinfrastruktur: In jedem Betrieb gibt es Steuerungen, die niemand als IT betrachtet und die trotzdem im Netz hängen. Viele davon werden nie wieder ein Update bekommen. Austauschen ist oft teuer, also müssen sie anders geschützt werden.
Vier Maßnahmen für nicht patchbare Geräte
- Raus aus dem Internet. Prüfen Sie mit einem externen Scan, welche Ihrer Adressen Weboberflächen zeigen. Fernzugriff nur über VPN oder Jump-Host.
- Eigenes Segment. Altgeräte in eine Zone, die nur mit genau den Systemen sprechen darf, die sie wirklich brauchen.
- Sollwerte überwachen. Eine Regel, die meldet, wenn sich Temperatur- oder Druckvorgaben außerhalb der Arbeitszeit ändern, kostet wenig und hätte hier Stunden gespart.
- Ersatz planen. Eine Liste aller Geräte ohne Herstellersupport, mit Datum und Budget für den Austausch.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.



