Zum Inhalt springen
NOGTechnologien UG
DE EN
Projekt anfragen
Schwachstelle · Vorfall5 min LesezeitRedaktion NOG Technologien

FortiBleed: Warum Zugangsdaten an der Firewall das ganze Werk gefährden

Über 86.000 kompromittierte FortiGate-Geräte, ohne neue Sicherheitslücke. Die Kampagne zeigt, wie viel an einem einzigen Passwort hängt.

Was bekannt ist

SOCRadar zählt 86.644 kompromittierte FortiGate-Firewalls in 194 Ländern. Am 6. Oktober 2026 warnten FBI und US Secret Service gemeinsam vor den laufenden Angriffen. Statt einer neuen Lücke nutzen die Täter Zugangsdaten aus früheren Leaks und Infostealer-Logs, per Credential Stuffing und Password Spraying. In manchen Fällen änderten sie Admin-Konten und sperrten die Besitzer aus.

Fortinet hält die Daten weitgehend für eine Sammlung älterer Vorfälle. Unabhängige Forscher berichten, dass viele Zugangsdaten trotzdem noch gültig sind.

Warum das die OT betrifft

In vielen Betrieben ist die Perimeter-Firewall auch der VPN-Zugang für Dienstleister. Wer sie kontrolliert, steht direkt im Netz, und ohne interne Segmentierung oft nur wenige Schritte von der Produktion entfernt.

Was Sie jetzt tun sollten

  • Alle Admin- und VPN-Passwörter ändern und danach einmal neu anmelden, damit neue Passwort-Hashes geschrieben werden.
  • Mehrfaktor-Anmeldung für jeden Admin- und VPN-Zugang erzwingen.
  • Verwaltungsoberfläche nicht aus dem Internet erreichbar machen.
  • Admin-Konten und Konfigurationsänderungen der letzten Wochen prüfen.
  • Interne Firewalls zwischen IT und OT, damit ein Perimeter-Einbruch nicht automatisch ein Werkseinbruch ist.
Selbst prüfenMit unserem Passwort-Check sehen Sie, wie lange ein Passwort einem Angriff standhält. Die Berechnung läuft nur in Ihrem Browser.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

NOG Kontakt · Erstgespräch kostenlos

Reden wir
über Ihre
Anlage.

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben. Wir melden uns innerhalb von zwei Werktagen, auf Wunsch auch direkt bei Ihnen vor Ort.

Projekt anfragen